Hi Anton,
Zitat:
Habe vor, mir in dießem Frühjahr paar Hopfenpflänzchen zu besorgen und in den Hopfenanbau ein zu steigen ;-) Wollte mal fragen, welche erfahrungen ihr damit gemacht habt.
ich habe bislang nur gute Erfahrungen mit eigenem Hopfen gemacht. Meine 4 Pflanzen (1 Bitter- und 3 Aromasorten) bringen heute einen so guten Ertrag, dass ich jedes Jahr fast die Hälfte der Ernte wegwerfen muss. Der Rest reicht dann für meine Jahresproduktion von etwa 350 Liter Bier aus. Die Dolden lassen sich gut trocknen (etwa 4 Tage ausgebreitet in einem trockenen, dunklen Raum auf etwa 10% Restfeuchte) und dann entweder ganz oder zu Pulver vermahlen (Zauberstab) vakuumieren und einfrieren. So hält sich der Hopfen sehr gut bis zur nächsten Ernte.
Hopfen liebt einen tiefgründigen und nährstoffreichen Boden, der hin und wieder mit z.B. etwas Brenneseljauche gedüngt werden kann.
Beziehen kannst du die Jungpflanzen bei der Hopfengärtnerei Eickelmann.
http://www.eickelmann.de/Seiten/Hopfen/HopfenIndex.html
Zitat:
Bzw. haptsächlich würde mich interessieren, wie ich den Alpha-Gehalt feststellen kann bzw. in welchem Bereich eine Sorte von Ernte zu Ernte schwanken kann.
Den Alphagehalt kannst Du selber bestimmen. Jedoch ohne Laborausbildung würde ich Dir davon abraten! Das Thema wurde schonmal hier behandelt:
http://hobbybrauer.de/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&fid=10&tid=7567&page=1&orderdate=ASC
Wenn Du Deine Sorte kennst, dann kennst du ja auch in etwa den zu erwartenden Alphagehalt. Erfahren kannst Du dies z.B. hier:
http://cms2.hopfen.de/images/hopfen_sortenmappe_dt_komplett.pdf
oder hier:
http://www.barthhaasgroup.com/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=25
Die jährlichen, Klima bedingten Alphagehalt-Schwankungen kannst Du hier erfahren;
http://www.lfl.bayern.de/ipz/hopfen/35489/index.php
(Tabelle: Alpha-Säurenergebnisse der Ernte 2009)
und dann, bis zur Feinabstimmung nach dem ersten Sud, zunächst mal auf Deine Ernte übertragen.
Gruß
Earl