Hallo Braukollegen,
kann mir jemand einen Tip geben welche Anforderungen Kieselgur zur Filterung erfüllen muss? Bin auf der Suche nach dem richtigen Filterstoff bis jetzt nur auf Zusätze für Pferdefutter gestoßen....
Gruß
Der Einbecker
Hallo Braukollegen,
kann mir jemand einen Tip geben welche Anforderungen Kieselgur zur Filterung erfüllen muss? Bin auf der Suche nach dem richtigen Filterstoff bis jetzt nur auf Zusätze für Pferdefutter gestoßen....
Gruß
Der Einbecker
Der Beitrag wurde 1155mal gelesen.
Dieser Beitrag kann in anderen Beiträgen verlinkt werden mit:
[artikel]61611[/artikel]
Die hier wiedergegebenen Ansichten des Teilnehmers stellen nicht zwingend die Meinung des Forenbetreibers dar. Unzulässige Inhalte bitte über den Impressumslink unten melden. Danke!
Zitat:kann mir jemand einen Tip geben welche Anforderungen Kieselgur zur Filterung erfüllen muss?
Nur der Vollständigkeit halber, du weißt, daß das Anschwemmen mit KG alleine noch nicht das ist, was die Brauerei tut? KG wird vor dem Schichtenfilter eingesetzt, und der macht die eigentliche Arbeit.
Ist das Ziel denn wirklich ein "glanzfeines" Bier (das sind die, die so aussehen, wie die Fernsehbiere, also wirklich durchsichtig und eben auch so schmecken, weil viele Geschmacksträger fehlen) oder ein gut geklärtes Hausbrauerbier? Ich frage nur, weil das von Hobbybrauern gewünschte Ergebnis oft bereits durch "sauberes" Maischen plus richtiges Lagern und ggf. mit etwas Kieselsol plus Hefeabtrennung (mittels Fässern/gekürzten Steigrohren) erreichbar ist und aus Erfahrung die meisten "unserer" Nicht-Hefe-Trübungen auf das Maischen und/oder eine zu kalte Lagerung zurückzuführen sind. Da du ja noch nicht SO lange dabei bist, ist es vielleicht eine Idee, erst mal an diesen Stellschrauben zu drehen. Ich habe damals auch voreilig einen Kartuschenfilter für teures Geld gekauft - aus heutiger Sicht Unsinn, ich habe ihn nicht mehr und die Biere werden trotzdem klarer als damals.
Wenn du die Antwort jetzt nicht haben wolltest, dann nix für Ungut. Ein Braumeister kann dir sicher mehr zu dem Thema sagen, wir haben einen hier unter uns (der aber nicht jeden Tag hier online ist, er heißt Rolf). Kannst ihn ja mal anschreiben und bitten dir das (am besten hier) zu beantworten.
So oder so, viel Erfolg!
Ich bin also. Braue ich?
Der Beitrag wurde 1140mal gelesen.
Dieser Beitrag kann in anderen Beiträgen verlinkt werden mit:
[artikel]61612[/artikel]
Die hier wiedergegebenen Ansichten des Teilnehmers stellen nicht zwingend die Meinung des Forenbetreibers dar. Unzulässige Inhalte bitte über den Impressumslink unten melden. Danke!
Zitat:Zitat:kann mir jemand einen Tip geben welche Anforderungen Kieselgur zur Filterung erfüllen muss?
Nur der Vollständigkeit halber, du weißt, daß das Anschwemmen mit KG alleine noch nicht das ist, was die Brauerei tut? KG wird vor dem Schichtenfilter eingesetzt, und der macht die eigentliche Arbeit. Ist das Ziel denn wirklich ein "glanzfeines" Bier (das sind die, die so aussehen, wie die Fernsehbiere, also wirklich durchsichtig und eben auch so schmecken, weil viele Geschmacksträger fehlen) oder ein gut geklärtes Hausbrauerbier? Ich frage nur, weil das von Hobbybrauern gewünschte Ergebnis oft bereits durch "sauberes" Maischen plus richtiges Lagern und ggf. mit etwas Kieselsol plus Hefeabtrennung (mittels Fässern/gekürzten Steigrohren) erreichbar ist und aus Erfahrung die meisten "unserer" Nicht-Hefe-Trübungen auf das Maischen und/oder eine zu kalte Lagerung zurückzuführen sind. Da du ja noch nicht SO lange dabei bist, ist es vielleicht eine Idee, erst mal an diesen Stellschrauben zu drehen. Ich habe damals auch voreilig einen Kartuschenfilter für teures Geld gekauft - aus heutiger Sicht Unsinn, ich habe ihn nicht mehr und die Biere werden trotzdem klarer als damals. Wenn du die Antwort jetzt nicht haben wolltest, dann nix für Ungut. Ein Braumeister kann dir sicher mehr zu dem Thema sagen, wir haben einen hier unter uns (der aber nicht jeden Tag hier online ist, er heißt Rolf). Kannst ihn ja mal anschreiben und bitten dir das (am besten hier) zu beantworten. So oder so, viel Erfolg!
Hi David,
das Ziel soll wirklich sein ein kristallklares Bier herzustellen. Ich wollte den Filter vorschalten wenn ich mit meinem Gegendruckfüller aus dem Gärfass in die Flaschen abfülle.
Das letzte Pils das ich in Flaschen gelagert habe ist auch fast ganz klar geworden.
Wieviel Zentimeter würdest du das Steigrohr bei einem 50l Faß kurzen? Als wir letzte Woche unser erstes 50l Faß selbstgebrautes "angestochen" haben wurde erstmal zwei Gläser pure Hefe gezapft.... Danach kam aber nur noch lecker trübes Pils.
Gruß DE
Der Beitrag wurde 1mal überarbeitet (zuletzt von Der Einbecker am Fr, 27.03.2009, 15:38) und 1132mal gelesen.
Dieser Beitrag kann in anderen Beiträgen verlinkt werden mit:
[artikel]61613[/artikel]
Die hier wiedergegebenen Ansichten des Teilnehmers stellen nicht zwingend die Meinung des Forenbetreibers dar. Unzulässige Inhalte bitte über den Impressumslink unten melden. Danke!
Zitat:das Ziel soll wirklich sein ein kristallklares Bier
...also so wie mein Maisbier neulich ;) Ok.
Zitat:herzustellen. Ich wollte den Filter vorschalten wenn ich mit meinem Gegendruckfüller aus dem Gärfass in die Flaschen abfülle.
Das kannst du meines Erachtens knicken, da durch einen RICHTIGEN Filter ("richtig" = Brauereiausrüstung) mit so viel Druck gepumpt werden muß, daß Du am Flaschenende nur noch Sauerei hast. Ich habe sowas mal in einer Brauerei gesehen. Der Filter ist einen Meter lang oder so. Danach kommt das ganze in einen Tank und erst von da wird abgefüllt.
Zitat:Das letzte Pils das ich in Flaschen gelagert habe ist auch fast ganz klar geworden.
Das mein ich ja. Natürlich wollen wir keine Hefesuppe trinken, aber mit unseren Mitteln kriegen wir es schon ordentlich klar.
Zitat:Wieviel Zentimeter würdest du das Steigrohr bei einem 50l Faß kurzen?
So, daß ungefähr (ist aber nur mein persönlicher Erfahrungswert) 2,5% des Volumens übrigbleiben. Bei 50 Litern also 1,25 Liter. Rest mußte je nach Faß ausrechnen, ist ja nicht schwer.
Zitat:Faß selbstgebrautes "angestochen" haben wurde erstmal zwei Gläser pure Hefe gezapft.... Danach kam aber nur noch lecker trübes Pils.
Na wichtig ist natürlich eins: Während der Kaltreifung jedem die Hände abhacken, der das Faß anlangen und bewegen will. Und schon gleich so hinstellen, daß Umdrücken ohne vorheriges Faßbewegen kein Problem ist. Dann am ersehnten Tag nur noch die Schläuche und Gas dran, Zielfaß vorspannen und ab dafür. Sieh dir doch mal die Infos zum Enthefen an.
Glaub mir, "das geht klar" :)
Ich bin also. Braue ich?
Der Beitrag wurde 1mal überarbeitet (zuletzt von brauherr.de am Fr, 27.03.2009, 15:52) und 1112mal gelesen.
Dieser Beitrag kann in anderen Beiträgen verlinkt werden mit:
[artikel]61614[/artikel]
Die hier wiedergegebenen Ansichten des Teilnehmers stellen nicht zwingend die Meinung des Forenbetreibers dar. Unzulässige Inhalte bitte über den Impressumslink unten melden. Danke!
Zitat:Zitat:das Ziel soll wirklich sein ein kristallklares Bier
...also so wie mein Maisbier neulich ;) Ok.
Zitat:herzustellen. Ich wollte den Filter vorschalten wenn ich mit meinem Gegendruckfüller aus dem Gärfass in die Flaschen abfülle.
Das kannst du meines Erachtens knicken, da durch einen RICHTIGEN Filter ("richtig" = Brauereiausrüstung) mit so viel Druck gepumpt werden muß, daß Du am Flaschenende nur noch Sauerei hast. Ich habe sowas mal in einer Brauerei gesehen. Der Filter ist einen Meter lang oder so. Danach kommt das ganze in einen Tank und erst von da wird abgefüllt.
Zitat:Das letzte Pils das ich in Flaschen gelagert habe ist auch fast ganz klar geworden.
Das mein ich ja. Natürlich wollen wir keine Hefesuppe trinken, aber mit unseren Mitteln kriegen wir es schon ordentlich klar.
Zitat:Wieviel Zentimeter würdest du das Steigrohr bei einem 50l Faß kurzen?
So, daß ungefähr (ist aber nur mein persönlicher Erfahrungswert) 2,5% des Volumens übrigbleiben. Bei 50 Litern also 1,25 Liter. Rest mußte je nach Faß ausrechnen, ist ja nicht schwer.
Zitat:Faß selbstgebrautes "angestochen" haben wurde erstmal zwei Gläser pure Hefe gezapft.... Danach kam aber nur noch lecker trübes Pils.
Na wichtig ist natürlich eins: Während der Kaltreifung jedem die Hände abhacken, der das Faß anlangen und bewegen will. Und schon gleich so hinstellen, daß Umdrücken ohne vorheriges Faßbewegen kein Problem ist. Dann am ersehnten Tag nur noch die Schläuche und Gas dran, Zielfaß vorspannen und ab dafür. Sieh dir doch mal die Infos zum Enthefen an. Glaub mir, "das geht klar" :)
Ok,
ich gebe zu das mir als Ingenieur neben dem Brauen auch die Prozesse am Herzen liegen. Ich könnte ja den Filter setzen wenn ich von einem Faß ins andere umdrücke und dann mit Gegendruck in Flaschen abfüllen?
Wenn noch wer infos hat wie das mit dem klarfiltern funktioniert immer her damit ;-)
Gruß DE
Der Beitrag wurde 1135mal gelesen.
Dieser Beitrag kann in anderen Beiträgen verlinkt werden mit:
[artikel]61615[/artikel]
Die hier wiedergegebenen Ansichten des Teilnehmers stellen nicht zwingend die Meinung des Forenbetreibers dar. Unzulässige Inhalte bitte über den Impressumslink unten melden. Danke!