Auch in Brauereien ist es üblich, CO2 nachzudosieren. Kleinere Schwankungen werden zwar durch Verschneiden ausgeglichen, aber niemand glaubt wohl ernsthaft daran, daß irgendwer mal eben 100 Hekto in die Essigfabrik fährt nur weil der Lehrling das Spundventil falsch eingestellt hat oder die Hefe ausnahmsweise träger war als sonst.
Wird nur nicht groß thematisiert, weil von wegen Reinheitsgedöns und so, ne. Also definiert man das kurzerhand so, daß die Kohlensäure ja "Gärungskohlensäure" ist (große Brauereien mit ZKGs fangen die tatsächlich auf und speichern sie) und somit gar nicht "zugesetzt", sondern nur "zwischengelagert" wurde.
Was ich damit sagen will: Geschmacklich macht es keinen Unterschied. Allerdings ist es nicht ganz einfach, das genau zu dosieren und auch noch so hinzukriegen, daß sie sich richtig gut bindet und dann das Bier schön feinperlig kommt.
Da unsereins das Gas zukaufen muß und das in kleinen Mengen unverhätlnismäßig teuer sein kann (ich zahle 10-20 Euro je Flaschenfüllung, für Gärabfall!), nehmen die meisten wohl lieber ein Spundventil.
Wieso fragst Du eigentlich?