Hallo zusammen
Für unser letztes Pils habe ich erstmals selbsangebauten Hopfen (Tettnanger, Ernte 2003) verwendet.
Allerdings musste ich feststellen, dass die Bitterkeit um einiges schwächer war als bei dem vorherigen Pils.
Da der Alphasäuregehalt von Tettnanger Hopfen (mit Toleranzen) bekannt ist und entsprechend berücksichtigt wurde vermute ich den "Fehler" woanders.
Ich bin zu folgender Überlegung gekommen:
Geernteter Hopfen hat 80 -85% Wassergehalt, nach der Trocknung nur noch 11%
(Quelle: http://www.beerweb.de/bierundwir/brauen/hopfen/hopfenanbau.htm)
Wir haben 1367g Hopfen geerntet.
Dieser hatte einem Wassergehalt von ca. 80%.
Also müsste das Gewicht der trockenen Pflanze ( 0% Wasser ) 0,2 * 1367g = 273,4g sein.
Die Restfeuchte ( 11% ) beträgt: 273,4g / (100% - 11%) * 11% = 33,8g
Das theoretische Gewicht nach der Trocknung wäre also: 273,4g + 33,8g = 307,2g
Unser Hopfen hatte aber nach der Tocknung noch 394g Gewicht.
Also hatte der Hopfen zu wenig Alphasäure im Verhältnis zum Gewicht.
Ich werde das nächste mal das errechnete Hopfengewicht mit folgendem Umrechnungsfaktor multiplizieren:
Tatsächliches Gewicht / Theoretische Gewicht = 394g / 307,2g = Faktor 1,28
Und das ist schon ein ganz ordentlicher Unterschied.
Ich will mit diesem Beitrag keinen Hobby-Hopfenbauern verunsichern, sondern nur meine Überlegungen darlegen.
Wir haben den Hopfen auch bei einem (viel weniger gehopften) Weizenbier verwendet und da habe ich die Hopfung nicht als zu gering empfunden.
Gut Sud
wünscht Jens.


