Liebe Braufreunde,
meine erste "Suderfahrung" liegt nun hinter mir. Mein Weizenbier schmeckt gut, ihm fehlt aber der "Pepp", will heissen: zu wenig Kohlensäure. Nun habe ich versucht, mich mit Hilfe des Internets weiterzubilden, was jedoch nur noch mehr Verwirrung in mir stiftet. Wer hilft mir, bei der Erklärung einiger elementarer Grössen?
Beispiel (ich benutze eine Spindel mit Dichteskala):
erste Messung vor Beginn der Gärung: 1050
zweite Messung nach Ende der Gärung: 1016
Gemäss Formel der beiliegenden Brauanleitung macht das
(1050 - 1016)/7.5 = 4.5 % Alkoholgehalt
Nach meinem Verständnis bedeutet der Wert 1050 bzw. 1016 , dass 50 g bzw. 16 g Extrakt in einem Liter Wasser enthalten sind. Weiterhin habe ich das so verstanden, dass 1050 die Stammwürze beschreibt und 1016 die Dichte der Endvergärung. Beim nächsten Mal möchte ich mit Hilfe einer Schnellvergärungsprobe den Abfüllzeitpunkt bestimmen. Nun habe ich in einem Beitrag folgendes gelesen:
Zitatbeginn:
... wird dem gespindelten Endvergärungsgrad maximal 0,3 - 0,5 % hinzu gerechnet. Wird bei diesem Punkt abgefüllt, ist eine optimale Nachgärung und Kohlensäurebildung gewährleistet, ohne dass eine Bezuckerung der Flaschen und Fässer notwendig ist.
Abfüllzeitpunkt:
festgestellter Endvergärungsgrad: 3,2 % + Zugabe 0,5 %
ergibt einen Abfüllzeitpunkt von 3,7 %
Ungefährer Alkoholgehalt
Stammwürze = 12,6 % - Endvergärungsgrad = 3,2 % = 9,4 % geteilt durch 2
ergibt einen Alkoholgehalt von 4,7 %
Zitatende.
Nun blicke ich gar nicht mehr durch. Wie wird aus meiner gemessenen Dichte von 1050 ein Prozentwert, auf den ich dann die Faustregel von 0.3 % bis 0.5 % addieren kann?
Vielleicht ist meine Frage eine sehr dumme Frage, vielleicht stehe ich momentan auch nur auf der Leitung!? Wer kann mir diese Dinge verständlich erklären?
Danke schon jetzt für den theoretischen Nachhilfeunterricht!
Herzliche Grüsse
Heinrich
***Bearbeitet von David am 08.04.2003, 3:24.***


