Liebe Braubrüder,
vor langer Zeit - letzten Sommer - hatten wir hier mal die Diskussion wg. geeigneter Gerätschaften, was die Energiezufuhr anbelangt. Ich gehöre zur Gruppe derer, die keine Möglichkeit haben, mit Gas zu arbeiten. Seinerzeit hatte ich versprochen, mal über meine Erfahrungen mit einem Elektro-Hockerkocher zu berichten, was ich hiermit versuchen will. -
Heute hatte ich also meinen ersten Brautag mit den neuen Gerätschaften. Meinen Weck-Kessel habe ich zwischenzeitlich eingetauscht, gegen zwei 36-l-Kessel aus Edelstahl, jeweils mit Ablasshahn. Einen Filterboden (Lochblech) hatte ich gleich mitbestellt. Als Energiequelle dient nun ein Elektro-Hockerkocher mit einer Leistung von 2,5 kw. Der Durchmesser der Heiz-Platte beträgt 30 cm, genau passend zu den Sandwichböden der Kessel. Ich kann es kurz machen und auf einen Punkt bringen: Es war ein Traum! So leicht und ohne Komplikationen wie heute ist mir das Brauen noch nie von der Hand gegangen. Kein Anbrennen und trotzdem keine lahmen Arme wg. exzessiven Rührens. Ich habe die Rasten jeweils mit der höchsten Heizstufe hochgezogen. Das ging ziemlich flott, fast lehrbuchmässig. Etwa drei Grad vor erreichen der jeweiligen Gradmarke, habe ich die Energiezufuhr jeweils abgedreht, was zu Punktlandungen führte. Die Rasten (20 Min/50 , 60 Min/65 und 10/ Min/73 Grad.) habe ich ohne Strom mit aufgelegtem Deckel durchlaufen lassen - ohne grossen Temperaturverlust. Die Läuterung war in etwa 90 Minuten durch (25 l, Weizenanteil ca. 60 %). Der Kochvorgang gestaltete sich nun endlich auch so, wie es die einschlägige Literatur fordert: wallend und nicht nur leicht sprudelnd. Beruhigend finde ich auch den Platz, welchen die Grösse des Kessels dem Kochvorgang bietet. Man muss nicht ständig Angst haben, dass es überschwappt, weil die Bordwand genügend hoch ist. So macht's wirklich Spass. Ich kann all denen, die mit dem 1,8 kw Einkochtopf nicht so rechte Freude haben nur empfehlen, auf die von mir erwähnten Komponenten umzustellen. Der Aufwand lohnt wirklich, zumal ich nun sicherlich wieder häufiger den Kocher anwerfen werde, als das früher der Fall war.
Mit zufriedenem Gruss
Heinrich
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