Zitat:
Die alte Brauerregel war: eine Woche pro Prozent Stammwürze, aber das hält ja keiner durch.
Ich halte die auch nicht (mehr) für universell. Wie gesagt, obergäriges Bier lebt von fruchtigen Noten, die jedoch mit der Zeit abklingen. Würde ich bei einem "normalen" Alt drei Monate warten, wäre es sicher schön malzig und klar, aber eben nicht mehr komplex. Bei gut hopfenaromatischen Bieren (auch Lager!) sehe ich da sogar einen echten Interessenkonflikt, denn wenn das Bier an sich gut ausgelagert ist, ist vom Aroma schon ein Teil weg.
Zitat:
trinken können: ja, aber es gibt doch etliche Fälle, bei denen eine längere Reifezeit eher nützt als schadet. Grundsätzlich würde ich das auch an die Stammwürze anpassen: je mehr desto länger.
Das halte ich auch nach wie vor für richtig, klar. Aber auch nicht universell: Berliner Weiße hat maximal 3% - und ist erst nach über einem Jahr richtig brauchbar ;)
Zitat:
meine IPAs waren meistens nach einem Jahr noch vollkommen auf der Höhe und eher besser denn als junges Bier
Gilt das auch für die Hopfennoten?
Zitat:
Karamellweizendoppelbock namens Weit Senil (V 1.0), da lag der Geschmackszenit bei mindestens einem 3/4 Jahr
Ja gut. Der hatte ja nun auch irgendwas um 19% Stammwürze und lebte nicht wirklich von den Fruchtnoten, sondern von anderen Kenndaten.