Zitat:
nach einigen sehr gelungenen pils und märzen habe ich mich getraut ein hefe anzusetzen. eigentlich lief alles ganz gut und es gab außer dem erhöhten zeitaufwand beim läutern keine probleme. nun reift das bier schon seit nunmehr mindestens 8 wochen in flaschen. vorgestern hab ich es mit brew-bernd verkostet und musste feststellen, dass es wie grapefruitradler schmeckt. von der üppigen hopfenzugabe fehlt jede spur. es schmeckt mild, nicht schlecht oder falsch vergoren, nur nach grapefruit. das ganze ist brew-bernd bei seinem versuch ein hefe zu brauen auch schon passiert. kann das an der schüttung liegen (wir beziehen unser malz direkt von der mühle wachter in heidelsheim, die durst-malz vetreibt), oder ist die hefe schuld. ich habe eine obergärige trockenhefe benutzt, brew-bernd hat mit der block-frischhefe aus dem lidl-kühlregal experimentiert. ansonsten kann ich keine infos mehr geben, da ich (leider) kein brauprotokoll führe. hat jemand schonmal ein ähnliches problem behoben und kann uns helfen den fehler zu beheben.
kollegiales prost und guten rutsch - jochen -
Hallo,
Grapefruitgeschmack hatte ich zwar bei meinen Weizenbieren noch nicht, aber wenn du schreibst, dass du obergärige Trockenhefe verwendest, kann ich dir nur raten, auf Flüssighefe umzusteigen. Ich habe jahrelang mit Trockenhefe gebraut und war nie so richtig zufrieden. Erst seitdem ich mit Flüssighefe (entweder aus Schneiderweizen, Maiselhefeweizen selbst hergezogen oder gekaufte Wyeast Bavarian bzw. Weihenstephan) braue, bin ich mit dem Geschmack sehr zufrieden. Backhefe habe ich auch schon verwendet, weil die Trockenhefe ums Verrecken nicht anspringen wollte, aber mit sehr mäßigem geschmacklichem Erfolg. Hier entstehen zu viele unerwünschte Nebenprodukte, die zwar beim Brotbacken keine Rolle spielen, die aber den Geschmack des Bieres negativ beeinflussen.
Also mein Tipp: In Zukunft Flüssighefe verwenden, auch wenn diese mehr kostet, denn schließlich kann man sich dann aus dem Hefesatz für den nächsten Sud wieder genügend Hefe heranziehen oder du bewahrst die Hefe in Kochsalz auf, siehe hier: http:///kochsalzhefe.PDF
Weiterhin gut Sud im Jahr 2004 und guten Rutsch wünscht
Wolfgang