So liebe Braufreaks, jetzt hab ich auch mal ne Frage:
Wenn wir Bierbrauen, dann müssen wir immer sehr viel weniger Bitterhopfen nehmen als in den Rezepten angegeben ist, weil es sonst zu bitter wird. Ein Bsp: 50 Liter Märzenbier mit 30g/7.3% Bitterhopfen 60 Minuten mitgekocht, Aroma: 18g/7.3% 10 Minuten mitgekocht. Das Bier ist lecker geworden (13.75% Stammwürze) aber etwas bitter. Wir haben parallel dazu ein ähnliches gemacht, mit anderen Maischtemperaturen und 14.75% Stammwürze. Dieses ist etwas weniger bitter geworden, was ja auch der Theorie entspricht (höhere Stamwürze- weniger gelöste Bitterstoffe bei derselben Hopfenmenge). Versteht mich nicht falsch, es ist nicht sau bitter, nur bei dieser Bitterhopfenmenge, sollte fast kein bitterer Geschmack vorhanden sein (sondern nur Ergänzung zum Malzgeschmack).
Noch weitere Infos:
hartes Wasser 15-20dH mit 30g CaO/hl enthärtet, PH Wert neutralisiert falls nötig gewesen (mit zusätzlichem Wasser).
Geläutert nach Lehrbuch, nicht 80°C überschritten. Nach dem Hopfenkochen Whirlpool, dann 10 Minuten ruhen gelassen und mit Gegenstromkühler vorsichtig von oben abgezogen, so dass am Schluss ein fast perfekter Kegel mit der ganzen Hopfen- und Eiweisschlacke zurückblieb. Gärung alles perfekt verlaufen, alles kalte desinfiziert mit PES.
Warum also brauchen wir so wenig Bitterhopfen? Oder kommt die Bittere von woanders???
Bin gespannt auf eure Antworten.
Gruss Tom


