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ich bin Neu in diesem Forum und habe mein erstes Bier gebraut. (Maibock).
Sei gegrüßt ;-).
Zitat:
Stammwürze 16,4 %. Ich hatte jedoch 20 %. Zudem wurde angegeben Abfüllzeitpunkt 4,3 %. Ich habe jedoch nach Tagen der Gärung immer noch 12 %.
Wie Rodja unten schon schrieb kannst Du auf keinen Fall bei 12°Plato auf Flaschen ziehen.
Ob Du jetzt mit abgekochtem Wasser verdünnst oder nicht ist so eine Sache. Man muß bedenken das der sich bildende Alkohol auch ein Zellgift ist, welches die Hefe killen kann. Da gibt es Hefestämme, die mehr oder weniger Alk. vertragen. Überschlagsmäßig solltest Du, sofern die Vergärung die 4,xx° erreicht knapp unter 8%Alk. bekommen. Das hat meine Braupartnerhefe (als ich noch mit trockener braute. Das war zu der Zeit als die Elektriker noch Säbel trugen ;-)) aber immer schon vorher schlapp gemacht.
Ist das die untergärige Trockenhefe, die wirklich bei 10°C arbeitet. Braupartner hat auch ug Hefe die bei 18-24°C arbeitet. Für die wäre es dann zu kalt gewesen. Nach Deiner Beschreibung könnte das sein bei der Sudgröße.
Die Gärung kann schonmal 2 Wochen oder länger dauern, wenn man nicht genug Hefezellen hat. Und die hohe Stammwürze kann den Prozeß auch noch verlängern. Ich spreche da aus Erfahrung. Das tut aber der Bierqualität keinen Abbruch. Wichtig ist dabei aber, daß Du gerade bei solch langen Gärzeiten mit sauberem Werkzeug (Gärbehälter, Rührlöffel und was so alles mit dem Sud in Berührung kommt) hantierst.
Zitat:
Bedenken daß mein Bier nach der Hauptgärung auf weit mehr als 4,3 % Würze kommt.
Der im Rezept angegebene Abfüllzeitpunkt ist nicht der Alk.gehalt.
Zitat:
Was kann passieren wenn ich mit einer höheren Würze abfülle oder wie kann ich nach der Hauptgärung meine Würze anpassen? Soll ich es dann mit abgekochtem Wasser verdünnen ?
Papperlapapp. Da mußt Du jetzt durch ;-) Ist dann halt ein Doppelmaibock. Nur Mut! Das wird nicht Dein letzter Fehler sein. Die wachsen sich mit Sicherheit in den nächsten Suden aus. Weitermachen und nicht die Flinte ins Korn werfen lautet die Devise.
Vielleicht fragst Du mal hier im Forum ob einer bei Dir in der Nähe wohnt und Du mal bei einem Braugang mitmachen darfst. Das ist der schnellste Einstieg. Oder vielleicht bietet sich in Deiner Nähe die Möglichkeit der Teilnahme an einem Brauseminar mit praktischen Teil?
Zitat:
Ich habe Sorge, ob bei zu hoher Stammwürze, meine Flaschengärung korrekt funktioniert.
Das wird schon. Wenn Du kannst, setze die Spindel in den Gärbehälter mit ein. Dann kannst Du sie beobachten und wirst feststellen wann sie sich nach ein paar(?!) Tagen nicht mehr weiter nach unten bewegt. Dann hat die Hefe vereinfacht gesagt nichts mehr zu knabbern und Du kannst abfüllen. ABER die Hefe braucht wieder Nahrung um CO2 zu bilden. Damit das jetzt hier nicht zu kompliziert für den Anfang wird nimmst Du einfach pro Liter Sud im Bottich einen geäuften Teelöffen Haushaltszucker und löst den in einem halben Liter abgekochtem Wasser auf. Die lösung rührst du vorsichtig (nicht so viel Hefe aufwirblen) in den Sud. Laß den Sud ein paar Stunden stehen und dann ab in die sauberen Flaschen.
Vertiefen kannst Du das hier:
http://www.brauherr.de/sogehts/brauanleitung/gruendlich/gaerung/
Gruß Torsten
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