Ihr Lieben,
ich habe im November ein Weizenbier gemacht, das zwar nicht typisch nach Weizen riecht und schmeckt, aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe das Problem, dass das Zeugs zu bitter ist. Nun wird mancher sagen, geht gar nicht, aber ich finde es betäubend und es stört mich.
Das komische ist, ich habe gar nicht mal so viel genommen. Es war Tettnanger 8% alpha und ich habe auf die Pfannevollwürze von 28l 100g Pellets gegeben, hälftig 10' nach Kochbeginn und kurz vor Ende.
Vom Gefühl her war das ausgewogen, nicht zu wenig und nicht zu bitter, aber der Bitterfaktor ist einfach zu intensiv. Auf der Skala vom Sudplaner würde ich Extraherb anwählen und die zugehörige IBU wäre dann 56.
Was kann der Fehler sein? Es ist nicht mein erster Sud und daher war die Menge vom Gefühl her genau richtig, aber die Bittere stimmt nicht. Ich stelle mir immer vor, das käme in einer Brauerei vor, der Braumeister verlässt sich auf Erfahrung und die genannten Bitterwerte des Hopfens und dann kommt der Sud total verbittert aus dem Gärtank... Oder messen die den Hopfen vorher immer irgendwie? Meine einzige Erklärung wäre, dass sich der Händler (selbst Braumeister) verschrieben oder vertan hat. Die Sorte stimmt schon (riecht nach Tettnanger), Bittere eher nicht.
Ach so, noch was, die ersten drei Wochen stand das OG zu kalt, ich habe es Anfang Dezember dann ins Büro geholt und seitdem reift es bei ca. 20°, könnte das vielleicht damit zu tun haben?
Achim
Echte Männer essen keinen Honig, sie kauen Bienen.


